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Sehenswürdigkeiten von Kalimantan

Wer von Malaysia aus einen Abstecher in den indonesischen Teil von Borneo unternehmen will, sollte dies am besten im Westen tun, wo sich der einzige Grenzposten auf dem Land befindet und auch die interessanteren Sehenswürdigkeiten.

Von Kuching, der westlichsten Stadt Sarawaks, ist Pontianak, die größte und wichtigste Stadt der indonesischen Provinz West Kalimantan leicht zu erreichen. Batavia Airlines und Kalstar Aviation verbinden die beiden Städte auf dem Luftweg. Der 40-minütige Flug ist der fast 12-stündigen Busfahrt generell vorzuziehen, doch für den schmalen Geldbeutel bieten mehrere Busunternehmen tägliche Linienbusverbindungen an. Von hier stehen weitere Ausflugsziele in den Westen des Landesteils offen.

Pontianak

Die größte Stadt der Provinz West-Kalimantan liegt direkt auf dem Äquator. Etwa 11 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich ein Obelisk (Tugu Khatulistiwa), der die exakte Stelle markiert und an dem sich jeder Besucher fotografieren lässt. Am 23. März und am 23. September, den Tagen der Tag-und-Nachtgleiche, versammeln sich viele Menschen hier um die Sonne zu erleben, die an diesen Tagen keinen Schatten wirft.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind die Sabilal Muhtadin Moschee, die zweitgrößte Moschee von Indonesien in der etwa 15.000 Gläubige Platz finden, sowie die Abdurrakhman Moschee am Zusammenfluss des Sungai Landak und des Sungai Kapaus, der beiden Flüsse, die Pontianak durchziehen. Im ehemaligen Sultanspalast (Istana Kadriyah) ist heute ein kleines Museum untergebracht. Lohnenswert ist auch eine Bootsfahrt über die beiden Flüsse durch die verträumte Landschaft.

Gunung Palung Nationalpark

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Provinz zählt der Gunung Palung Nationalpark, in dem viele Orang Utans und andere Wildtiere Borneos beheimatet sind. Am einfachsten ist es, eine organisierte Tour von Pontianak aus zu buchen, in der bereits alle Eintrittspreise, Übernachtungen und der Transport mit inbegriffen sind.

Wer auf eigene Faust in den Park reisen will, kann von Pontianak aus mit dem Boot nach Melano fahren. Ab dort sind es noch etwa eine halbe Stunde Fahrt mit einem Motorradtaxi (Ojek) zum Parkeingang bei Sukadana. Aufgrund der langen Anreise und der vielfältigen Trekking-Möglichkeiten im Park sollte eine Übernachtung eingeplant werden.

Sambas

Nur eine Stunde Busfahrt von Pontianak entfernt, bietet das Städtchen Sambas ein schönes Ziel für einen Tagesausflug. Zu den dortigen Sehenswürdigkeiten zählen die Ruinen des Sultanspalastes aus der kurzen Zeit im Mittelalter, als die Stadt das Herz des „Königreiches Sambas“ darstellte. Die historische Stätte ist am leichtesten per Boot zu erreichen – Besucher können ein Kanu mieten und auf eigene Faust den Sungai Parwan hinaufpaddeln. Entspannung in schöner Natur bietet der Lake Sebedang und die Wanderung zum Sanggau Ledo-Wasserfall.

An der Straße zwischen Sambas und Singakawang liegen mehrere schöne Strände wie Tanjung Gundul und Pasir Panjang, in denen sich fernab jedes Rummels in der Hängematte der Tag verträumen lässt.

Nord-Kalimantan

Seit dem 25. Oktober 2012 ist Nord-Kalimantan eine eigenständige Provinz, die sich von der jetzt südlich gelegenen Provinz Ost abgespalten hat.

Wer von Sabah aus nach Nord-Kalimantan reisen will, kann vom malaysischen Tawau aus ein Boot nach Tarakan oder Nunukan nehmen oder die Flugverbindung nutzen. Beide Städte haben touristisch nicht viel zu bieten. Wer lediglich einmal kurz mit der Fähre auf die Insel Tarakan übersetzen will um in Indonesien gewesen zu sein, kann den Tarakan Orchid Garden besuchen oder die Mangrove and Bekantan Conservation Area, ein Stück Regenwald im Herzen der Stadt, in dem unter anderem 45 Nasenaffen („Bekantan“ auf Indonesisch) heimisch sind. Am Strand von Pantai Amal, der im 2. Weltkrieg Ort heftiger Kämpfe zwischen japanischen und australischen Truppen war, herrscht heute paradiesische Ruhe. Ein japanisches Denkmal erinnert in Tarakan an die vielen Opfer der Besatzungsmacht.

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Ost-Kalimantan

Viele Besucher fliegen von Sabah direkt in die Provinzhauptstadt Samarinda oder nach Balikpapan um die Sehenswürdigkeiten der Region zu sehen. Die Überlandreise von Tarakan mit Bussen zieht sich lange hin und führt durch eine nicht besonders schöne Landschaft, die von großflächigen Abholzungen zerstört wurde.

Samarinda am Mahajam Fluss ist Ausgangspunkt für die beliebten mehrtägigen Touren in das Hochland von Apo Kayan, in dem die eingeborenen Dayak noch so leben wie vor vielen Jahrhunderten. Die Touren beginnen mit einer Flussfahrt auf dem Mahajam River und führen zu Dörfern wie Mancong und Tanjung Issui, wo die Banuaq in traditionellen Langhäusern leben. In Tering können Besucher das Volk der Kenyah treffen, deren Frauen für ihre extrem langen Ohren bekannt sind, die ihnen bis über die Schulterblätter hängen. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Garten der schwarzen Orchideen (Kersik Luwai) im Dorf Meleka.

Tierfreunde besuchen die Orang Utan Sanctuary and Eco Lodge bei Balikpapan oder unternehmen Tauchausflüge nach Derawan Island. Die „Oil City“ Balikpapan hat dem Besucher dagegen wenig zu bieten. Aufgrund der vielen ausländischen Expats, die für die Ölfirmen arbeiten, gibt es hier jedoch immerhin viele höherklassige Hotels, westlich orientierte Restaurants und Shopping Malls.

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