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Scams und Abzocke in Malaysia

Touristen übers Ohr zu hauen bzw. sogenannte Scams sind so alt wie der Tourismus selbst. Auch in Malaysia sind Besucher nicht vor Zeitgenossen sicher, die nur ihr Bestes wollen: Ihr Geld. Insgesamt gehört Malaysia jedoch zu den sichersten Reiseländern in Südostasien und wer die üblichen Sicherheitsregeln, die für eine Reise weltweit gelten, beachtet, sollte keine Probleme haben. So sollten Handtaschen immer eng am Körper getragen werden um nicht von Dieben auf vorbeifahrenden Motorrädern weggerissen zu werden. Gerade an belebten Orten sollte immer auf Taschendiebe geachtet werden.

Kreditkartenbetrug

Ein Problem, das Malaysia mehr zu betreffen scheint, als benachbarte Länder, ist der betrügerische Umgang mit Kreditkarten: Wenn Touristen mit Kreditkarten bezahlen, werden die Daten der Karte heimlich kopiert und später von den Dieben für Käufe verwendet. Wer lediglich 2-3 Wochen Urlaub macht, hat gewöhnlich genügend Zeit um der nächsten Kreditkartenabrechnung, auf der diese Käufe erscheinen, zu widersprechen. Da die Beweislast beim Kreditkartenunternehmen liegt, entstehen den betrogenen Besitzern in der Regel keine Kosten und die Beträge werden zurückgebucht. Dass die Kreditkarte gegen eine neue ersetzt werden sollte, versteht sich von selbst. Schwieriger ist es für Langzeittouristen, die mehrere Monate durch Südostasien ziehen und ihre Kreditkartenabrechnungen nicht im Auge haben. Kommen sie erst wesentlich später nach Hause, ist es häufig zu spät, den Abbuchungen zu widersprechen.

In jedem Fall sollten Kreditkarten in Malaysia eher spärlich eingesetzt werden, zum Beispiel in Hotels, modernen Geschäften in Shopping Malls und in hochwertigen Restaurants in den Städten. Wer in kleinen Shophouses Souvenirs kauft oder in kleinen familienbetriebenen Lokalen isst, sollte lieber mit Bargeld bezahlen. Auch in günstigen Hostels und anderen Backpacker-Unterkünften ist der Kreditkartenbetrug endemisch. Wer nicht ständig Bargeld abheben will um diese Unterkünfte zu bezahlen, sollte im Voraus per Internet Zimmer buchen und online bezahlen.

Falsche Polizisten

Scams dieser Art passieren in ganz Südostasien und vor allem in modernen sauberen Großstädten wie Kuala Lumpur fallen Touristen häufig auf sie herein: Männer, die sich als „Tourist Police“ ausgeben. Sie stehen meistens vor Shopping Malls oder Sehenswürdigkeiten und verlangen eine Taschenkontrolle aus Sicherheitsgründen. Während sie die Taschen durchwühlen, entwenden sie die Geldbörse, Papiere oder das teure Smartphone. Manche lassen auch heimlich Drogen (oder Substanzen die so aussehen) in die Handtasche fallen und wollen den Eigentümer dann wegen Drogenbesitzes verhaften. Da in Malaysia auf Drogenbesitz die Todesstrafe steht, geraten viele schnell in Panik und erklären sich gerne bereit, ein dickes Schmiergeld zu bezahlen um „freigelassen“ zu werden.

Die malaysische Polizei sagt dazu: Echte Polizisten sind niemals ohne Uniform unterwegs. Wer von Männern in Zivil angesprochen wird, kann diese getrost ignorieren. Außerdem müssen malaysische Polizisten zwei Ausweise mit sich tragen: Ihren Polizistenausweis und ihren Personalausweis. Wer angesprochen wird, sollte sich beide Ausweise zeigen lassen und die Namen vergleichen. Außerdem sollte man darauf bestehen, dass die Taschenkontrolle im nächsten Polizeirevier stattfindet und nicht auf der Straße. Dies wird Betrüger grundsätzlich in die Flucht schlagen.

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Der nette neue Freund

Junge Männer (sehr selten Frauen) sprechen Touristen an und versuchen sie in ein Gespräch zu verwickeln, indem sie sagen, dass sie ihr Schulenglisch üben möchten. Sie stellen freundlich-interessierte Fragen zum Urlaub und kommen irgendwann mit ganz tollen Geheimtipps: Der Onkel, der die günstigsten Kameras in Kuala Lumpur verkauft, die Tante, die die besten Nudelgerichte im ganzen Land kocht oder der Vetter, der supergünstig tolle Zimmer vermietet. Besonders Individualtouristen, die davon träumen, tolle neue Freunde im besuchten Land zu finden, fallen immer wieder auf derartige Scams herein. Die Zahl der Urlauber, die tatsächlich einmal zu einem Festmahl oder einer Hochzeit unter Einheimischen eingeladen werden, ist verschwindend gering.

In verschärfter Form werden (durchweg männliche) Reisende zu einem Glücksspiel eingeladen, bei dem sie angeblich sehr viel Geld gewinnen können. Unnötig zu sagen, dass das Spiel manipuliert ist und so mancher Tourist sprichwörtlich bis aufs Hemd ausgezogen wird.

Taxi Scams in Malaysia

Vor allem am Kuala Lumpur International Airport (KLIA) tummeln sich viele Taxifahrer, die versuchen gerade angekommene Urlauber abzufangen und zu überteuerten Preisen ins Stadtzentrum zu bringen. Manche erzählen den Touristen dabei, dass der KLIA Ekpres-Zug nach einem Unfall nicht verkehrt oder dass die Metro geschlossen sei und die einzige Möglichkeit zum Ziel zu gelangen, das Taxi sei. Wer vom Flughafen mit einem Taxi in die Stadt will, sollte in der Ankunftshalle einen Coupon von einer offiziellen Taxigesellschaft erwerben und mit Kreditkarte zahlen. Sowohl in Kuala Lumpur als auch an anderen Flughäfen kann natürlich auch eine Abholung am Flughafen durch das gebuchte Hotel arrangiert werden.

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