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Reisebericht Mount Kinabalu

Regelmäßig packte uns das Reisefieber und diesmal sollte es nach Borneo gehen, zu unberührten Dschungellandschaften, wilden Orang-Utans und exotischen Inseln. Dieser Reisebericht soll über unsere Eindrücke dieser Reise zum Mount Kinabalu in Malaysia berichten. Unsere kleine Reisegruppe bestand aus mir, meinem Mann und unserer 13-jährigen Tochter. Die erste Station auf Borneo war die Stadt Kota Kinabalu, die wir nach über 30 Stunden, in verschiedenen Flugzeugen und auf Flughäfen, endlich erreichten. Es war spät abends und wir wollten alle nur noch schlafen. Wir mieteten eine einfache Unterkunft in der Nähe des Busbahnhofes. Zwar waren die Zimmer mit Dusche und WC ausgestattet, aber leider kam aus der Dusche kein Wasser. Wenigstens hatten wir endlich ein Bett!

Anreise

Nachdem wir kaum geschlafen hatten, weil in der Unterkunft die ganze Nacht ein reges Treiben herrschte, nahmen wir morgens den ersten Bus Richtung Sandakan. Der Bus schlängelte sich auf dem stark befahrenen East-West-Highway langsam die Berge hinauf. Entlang der Serpentinen hatte man teilweise wunderschöne Ausblicke in die umliegenden Täler. Der Eingang zum Nationalpark Mount Kinabalu befindet sich direkt am Highway. Nach einer zweistündigen Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht.

Der Nationalpark Mount Kinabalu

Da uns der Schlafentzug der letzten Tage noch in den Knochen steckte, wollten wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. Im Park Headquarter buchten wir erst mal eine Unterkunft und waren angenehm überrascht! Wir bekamen einen Bungalow, dessen Zimmer sich über zwei Etagen erstreckte, mit einem funktionierenden Bad und einer grandiosen Aussicht auf die nebelverhangenen Berge! Nach einer erfrischenden Dusche und einem verspäteten Frühstück waren unsere Lebensgeister wieder geweckt und wir waren zu ersten Unternehmungen bereit. Im Exhibition Center erhält man einen guten Überblick über die Flora und Fauna und die ausgeschilderten Wanderwege, die man auch ohne Guide erkunden kann. Wir entschieden uns für einen zweistündigen Naturlehrpfad rund um den Bukit Burung. Die Wege sind gut ausgeschildert und man kommt an vielen wunderschönen Aussichtspunkten vorbei. Zahlreiche Informationstafeln und Schilder machten es leicht, die exotische Pflanzenwelt kennen zu lernen. Wir legten etliche Pausen ein, um die grandiose Natur zu genießen, und erreichten das Headquarter erst wieder nach 3.5 Stunden.

Besteigung des Mount Kinabalu

Unsere anfänglichen Bedenken, ob wir mit unserer Tochter den Aufstieg schaffen würden, wurden schnell zerstreut. Man sagte uns, der Weg sei nicht schwierig, es sei nur eine gute Kondition erforderlich. Uns wurde ein Guide zugeteilt, der sich gegebenenfalls unserem Tempo anpassen konnte. Er sprach fließend Englisch, was die Kommunikation natürlich vereinfachte. Mit einem Jeep fuhren wir zur Power Station. Über unregelmäßige Treppenstufen begann unser Aufstieg durch den tropischen Bergwald.

Nach 2,5 Stunden änderte sich die Vegetation. Wir hatten den Bergnebelwald erreicht. Die kleiner werdenden Bäume waren mit Moosen bedeckt und kleine Kannenpflanzen säumten unseren Weg. Auf der Strecke gibt es immer wieder kleine Hütten, in denen man sich ausruhen und seine Wasservorräte auffüllen kann. Nach weiteren 3 Stunden, in denen unsere Beine immer schwerer wurden, erreichten wir den Rand der Vegetationszone und damit die Endstation für diesen Tag.

Trotz der Schlafsäcke, die wir in der Schutzhütte bekamen, wurde es nachts sehr kalt und keiner war böse, um drei Uhr morgens den Aufstieg zu beginnen. Der Weg wurde schwieriger. An Halteseilen hangelten wir über glitschige Granitfelsen, um nach drei Stunden endlich den Low`s Peak pünktlich zum Sonnenaufgang zu erreichen. Der Ausblick war überwältigend! Dank des guten Wetters konnten wir sogar die Küste Sabahs in der Ferne sehen. Nach diesen spektakulären Eindrücken war der Abstieg dann ein Kinderspiel.

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