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Backpacker-Urlaub in Malaysia

Obwohl Malaysia ein günstiges Reiseland mit vielen Sehenswürdigkeiten ist, gehört es nicht zu den klassischen Zielen für einen Backpacker Urlaub in Südostasien. Ein Grund dafür mag die islamische Prägung des Landes sein, die an vielen Orten den Alkoholausschank verbietet und so die Entwicklung einer Partyszene verhindert, wie sie vor allem in Thailand, aber auch in Vietnam, Laos und Kambodscha populär ist. Wer jedoch auf Partyrummel, Alkohol und Drogen keinen großen Wert legt, wird Malaysia als Reiseland auch als Backpacker zu schätzen wissen.

Gute Infrastruktur für Backpacker

Das öffentliche Verkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut und bequeme Fernbusse verbinden alle Orte des Landes zu günstigen Preisen. In sogenannten VIP-Bussen sind häufig nur drei breite Sessel pro Reihe eingebaut, die an frühere Erste Klasse-Sitze im Flugzeug erinnern und sich zum Schlafen nach hinten klappen lassen. Eine einfache Fahrt zwischen Kuala Lumpur und Penang ist schon für kleines Geld zu haben, eine Fahrt von Kuala Lumpur nach Singapur dauert etwas länger und ist auch entsprechend teurer. Auch abgelegene aber touristisch interessante Orte wie die Cameron Highlands oder der Taman Negara National Park sind mit Fernbussen leicht zu erreichen. Wichtig ist hierbei, dass es meistens zu einer inflationären Nutzung der Klimaanlage kommt. Entsprechend wird zu warmer Kleidung geraten, sonst kann man sich schnell eine Erkältung auf der Backpacker Reise zulegen.

Die Eisenbahn stellt nur an der Westküste eine echte Alternative dar, wo die Hauptlinie Singapur – Kuala Lumpur – Butterworth (Penang) – Hat Yai mehrere sehenswerte Orte miteinander verbindet. Eine Fahrt mit dem Jungle-Express quer über die malaysische Halbinsel nach Kota Bahru im Nordosten dauert wesentlich länger als die Fahrt mit dem Bus, doch sie ermöglicht faszinierende Einblicke in das noch weitgehend unentwickelte Innere der Insel.

Auch innerhalb der Städte ist das Fortkommen problemlos per Taxi möglich. Die Preise sind vergleichsweise niedrig, sollten aber vor der Abfahrt verhandelt werden. Die in anderen asiatischen Ländern so beliebten Tuk-Tuks werden in Malaysia nicht genutzt. Die Metropole Kuala Lumpur verfügt über ein hervorragend ausgebautes Nahverkehrsnetz mit den beiden Schnellbahnlinien der LRT (Light Rail Transport) und der Monorail-Hochbahn. Der internationale Flughafen KLIA ist über den KLIA Ekspres an das Nahverkehrsnetz von Kuala Lumpur angeschlossen.

Übernachten im Land

Natürlich ist es auch in Malaysia möglich für extrem viel Geld in den besten Häusern internationaler Hotelketten zu übernachten. Generell sind die Hotelpreise jedoch ausgesprochen günstig. Backpacker finden selbst in Kuala Lumpur günstige Zimmer. Das Bett im Schlafsaal bildet natürlich in dieser Kette das günstigste Angebot.
Generell sind die günstigsten Unterkünfte meistens in den Chinatowns zu finden. Im Herzen von Georgetown auf Penang sind einfache Doppelzimmer mit Etagenbett und Ventilator für wenig Geld buchbar – allerdings mit Badezimmer auf dem Flur und ohne jeden Anspruch. Resorts mit Pool und schönen Zimmer am Strand von Batu Ferringhi kosten entsprechend mehr. Selbst das legendäre Eastern & Oriental Hotel ist pro Nacht inklusive Frühstück nicht unerschwinglich und bietet ein einzigartiges Erlebnis, bei dem sich so mancher in die Kolonialzeit zurück versetzt fühlt.

Selbst auf Langkawi Islands, das eigentlich für seine luxuriösen Resorts bekannt ist, finden Backpacker immer ein günstiges Dach über dem Kopf. Auf Tioman und den Perhentian Islands gibt es auch Angebote mit einem Bett im Schlafsaal oder einem eigenen Bungalow direkt am Strand für nur wenig mehr. Allerdings handelt es sich bei diesen Bungalows um einfache Holzhütten mit Bett, Dusche und Deckenventilator.

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Essen in Malaysia

Wie überall in Südostasien ist auch in Malaysia das Essen ausgesprochen gut und günstig. Frische Reisgerichte wie das allgegenwärtige Nasi Lemak, gebratene Nudeln oder asiatische Suppen kosten an den unzähligen Garküchen selten über 1-2 Euro pro Mahlzeit. Ein üppiges Abendessen in einem chinesischen oder indischen Restaurant kostet etwas mehr.

Für die Pause zwischendurch sind die vielen günstigen „kedai kopi“ (Cafés) die beste Wahl, die außer Kaffee auch Tee, kalte Getränke und Snacks servieren. Alkohol dagegen ist verhältnismäßig teuer.

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